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Rückspiegel No. 2 – Milch, Wasser und Wald

Diese Woche war geprägt durch Höhen und Tiefen. Irgendwie schon fast mehr Tiefen als Höhen, oder es kam mir einfach nur so vor, weil die traurigen Momente doch sehr intensiv waren.


Ein trauriger Einkauf

Anfang der Woche wurde ich von einem Familienmitglied gefragt, ob ich ihr etwas aus einem Laden mitbringen könnte, der bei mir um die Ecke ist. Ich gehe nicht gerne rein, aber es ist nicht weit von mir und man macht es ja gerne. Der Auftrag beinhaltete unter anderem 2 Kartons mit Milch, 24 Päckchen insgesamt.

Im Laden war nicht genug Zeit darüber nachzudenken. Es war die übliche Schlacht zwischen wer bekommt die begehrten Parkplätze direkt vorm Eingang und wer ergattert noch einen Einkaufswagen. Ich war in Rekordzeit fertig und so auch schnell wieder zu Hause.

Zu Hause machte ich die Tür zum Laderaum auf und verhallte in diesem Moment. Ein Moment so still und traurig, dass er mir fast die Tränen in die Augen trieb. 24 Packungen Milch, 24 Liter Milch. Traurig.

Ich bin seit meinem 15. Lebensjahr Vegetarierin und möchte gerne vegan leben. Früher habe ich mir kaum Gedanken um Milch gemacht, wie so viele. Heute ist das anders.

Als ich diese 2 Kartons vor mir sah, wurde mir richtig schlecht und ich habe mich so mies gefühlt. Ich gehe mal stark davon aus, dass die Kühe, von denen dieser 62 Cent / Liter Milch abgezapft wurde, sicher kein so tolles Leben haben. Und ich habe das unterstützt. Zwar nicht für mich, aber ich habe diese 24 Päckchen gekauft. Ich selbst trinke keine Milch, esse sie aber leider noch verarbeitet zum Beispiel in Joghurt.

In den letzten Monaten habe ich mich viel mit dem Thema Milch auseinandergesetzt. Früher als Kinder wurde uns gesagt, Milch wäre etwas Gutes, sie würde uns stark machen und gesund und und und. Heute fühle ich mich schuldig. Die Milch einer Kuh steht mir gar nicht zu, sie ist für das Kälbchen und nicht für mich. Seitdem mir das so bewusst ist, trinke ich keine mehr und reduziere meinen Konsum von Produkten mit Milch.

Ständig sehe ich im Internet und im TV die Bilder, in denen Kühe in Eisenverschlägen stehen und nichts vom Leben haben. Sie sind nur da, um uns Milch und Fleisch zu liefern. Und Nachkommen. Wir, die ach so überlegenen Wesen, nutzen diese Tiere für unseren Vorteil aus und das bricht mir das Herz.

Ich werde da sicherlich noch öfter drauf eingehen. Für heute sei aber gesagt, dass mich dieser Einkauf sehr traurig  gemacht hat und ich mich bis heute schuldig fühle für 24 Liter Milch a 62 Cent.


Ein trauriger Fund

Rückspiegel Wald und Wundertüte 07.06. Photo3

Freitag war ich mit Ben mal wieder in unserem momentanen Lieblingswaldstück. Bereits wenige Meter, als wir das Auto abstellten und uns auf den Weg machten, kam mir ein seltsamer Geruch in die Nase. Ein Geruch von Verwesung. Ich sah mich um und brauchte nicht einmal Bens Supernase um festzustellen, woher der Geruch kam. Es war ein toter Igel.

Dieser tote Igel lag direkt neben einem gelben Sack. Seitdem ich ihn gefunden habe, überlege ich ständig, was es damit auf sich haben könnte. Hat der gelbe Sack da gelegen, der Igel ist hereingekrabbelt und darin erstickt? Aber wie kam er dann wieder heraus? Hat ihn ein Tier aus dem Sack geholt? Oder hat ihn ein Mensch da einfach hingeworfen?

Ich werde keine Antwort kriegen. Aber den Kleinen da zu finden hat mich wahnsinnig traurig gemacht. Zuerst dachte ich, ich müsse irgendwo anrufen und Bescheid geben. Nur wem? Und was soll dann passieren? Am Schlimmsten ist für mich hier die Vermutung, dass er nicht einfach so gestorben ist. Wäre ja ein Zufall, wenn er sich einfach so neben einen gelben Sack legt und stirbt. Und paar Meter weiter ist ein Parkplatz.


Tag des Hundes!

Rückspiegel Wald und Wundertüte 07.06. Photo1

Gestern oder auch heute (je nach Quelle) war/ist Tag des Hundes! Und Ben dachte sich gestern, er könnte den gebührend feiern 🙂 Ja, das war mal ein Hausschuh. Gut, dass wir alle die plötzliche Explosion des Lama-Hausschuhs überstanden haben und wohl auf sind. Seltsam, dass sowas einfach so explodiert. Ben hatte natürlich nichts damit zu tun und konnte sich in letzter Minute retten. Das Foto zeigt die Szenerie nach der Explosion. Und wie immer, ist der kleine Border unschuldig und kann sich nicht erklären, wie das passieren konnte ^^


Endlich mal da!

Rückspiegel Wald und Wundertüte 07.06. Photo2

Kennt ihr das? Ihr fahrt irgendwo vorbei und denkt, dass ihr da demnächst mal hingeht, um es euch anzusehen? Genauso ging es mir schon lange mit diesem alten Kran am Rhein in Andernach. Ich bin schon etliche Male dran vorbeigefahren und wollte immer mal hin. Aber wie das so ist, nie Zeit und dann später wieder vergessen.

Freitag hatte ich dann vor meinem Zahnarzttermin noch knapp eine Stunde Zeit und nutzte sie. Es war ein schöner Spaziergang am Rhein verbunden mit einem netten Gespräch mit 2 älteren Damen. Ich bin einfach gerne am Rhein.


Sonst war diese Woche nicht so viel los. Und wenn, dann habe ich euch ja schon auf meiner Facebookseite davon erzählt 🙂

Hast du schon in meinen Rückspiegel No. 1 rein gelesen?

Wünsche euch einen schönen Sonntag!

Dani

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