Rückspiegel
Rückspiegel, Wundertüte

Rückspiegel – No. 1

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Hallo und herzlich willkommen zur Sonntags – Serie “Rückspiegel” 🙂 Wie der Name vermuten lässt, geht es hier um einen Rückblick vergangener Erlebnisse, Gedanken und was das Leben sonst noch so mit sich bringt. Viel Spaß bei der ersten Folge!


4,9 Kilo in 75 Minuten

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Das Bewegendste der letzten Tage ist mir am gestrigen Samstag passiert. Anfang der Woche war ich mit meiner Mama Steine zum Bemalen sammeln. Normalerweise sind wir dafür immer auf die andere Rheinseite gefahren, was aber immer extra viel Zeit in Anspruch nimmt. Da ich weiß, dass es in Brohl-Lützing auch Stellen gibt, wo man an den Rhein gehen kann, schauten wir da.

Und tatsächlich, jede Menge zum Bemalen geeignete Steine. Beim Sammeln sind mir aber nicht nur die aufgefallen, sondern auch die Unmengen an Glasscherben, die überall auf den und zwischen den Steinen gelegen haben. Ich war sehr lange nicht mehr da und war sehr traurig das so vorzufinden. Direkt am Wasser schlief ein Entenpärchen, die ab und an uns beim Steine sammeln beobachteten, aber sonst seelenruhig ihren Schlaf fortsetzen. Sie taten mir so Leid, da sie sich sicherlich schnell an dem ganzen herum liegenden Glas verletzen können. Und nicht nur sie, sondern auch Kinder, Hunde und nahezu alles, was lebt.

Gestern hatte ich dann Zeit und habe mich erneut auf den Weg gemacht. Erst dachte ich mein Karton wäre zu groß, aber tatsächlich war er für die Menge des Mülls noch zu klein. Ich habe in knapp 75 Minuten sage und Schreibe 4,9 Kilo Müll aufgesammelt. Es war überwiegend Glas und ein bisschen Keramik.

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Während ich also in gebückter Haltung meiner Mission nachging, dieses Stückchen Rheinufer glasfrei zu machen, kam ein Hund vorbei. Er rannte voller Freude ans Wasser und plantschte. Ich hoffte in dem Moment so sehr, dass er sich nicht an den Pfoten schneiden würde, dann da wo er war, war ich zu dem Zeitpunkt noch nicht gewesen, um Glas aufzusammeln.

Zahlreiche Menschen beobachteten mich flüchtig vom angrenzenden Spazierweg. Keiner, aber auch keiner kam zu mir und fragte mich, was ich mache oder ob ich Hilfe brauche. Das ist mir aber erst im Nachhinein klar geworden.

Stolz ging ich nach über einer Stunde dann mit meiner mahnenden Ausbeute zum Auto. 4,9 Kilo reiner Müll. Gefährlicher Müll. Denn in Glas treten will keiner. Weder Mensch noch Tier.

Ich muss ja gestehen, dass mir während meiner Sammelaktion mehr als ein Mal die Tränen in den Augen standen. So ein schönes Fleckchen, welches zum Entspannen und zum Philosophieren über Gott und die Welt einlädt, wird so verdreckt. Es ist wirklich traurig und macht wütend.

Beim nächsten Mal geht es weiter. Ich lasse noch etwas den Muskelkater abklingen und dann geht es für mich wieder zu Vater Rhein. Es gibt noch viel zu tun. Müll haben wir schon öfter beim Gassi gehen eingesammelt. Richtig inspiriert hat mich aber dann Miquel Garau Ginard. Schaut euch mal an, was er macht, es lohnt sich!


Wald und Wundertüte geht online!

Morgen ist es dann also so weit, mein neuer Blog geht online! Es ist noch nicht alles so, wie es sein soll, aber das mache ich nach und nach. Die, die schon mal einen Blog erstellt und aufgebaut haben wissen, dass es verdammt viel Arbeit ist. Und die, die es noch nie gemacht haben, dürfen mir glauben, dass es einiges an Blut, Schweiß und Tränen kosten kann.

Ein paar warme Worte noch zum Wieso, Weshalb, Warum. Mich hat immer schon gestört, dass Dani vom Dach keine klare Linie hatte. Alles ein bisschen, nichts so richtig. Als ich dann vor kurzem eine liebe Bekannte gefragt habe, als welche Art von Blog sie meinen bezeichnen würde und die Antwort “Produkttesterblog” war wusste ich, dass es Zeit für eine Veränderung ist. Einen Produkttesterblog wollte ich nämlich nie haben. Nichts gegen diese Art von Blog, aber mein Ziel war es nicht.

Auf Dani vom Dach geht es also jetzt nur noch ums Basteln 🙂 Und hier kommt der ganze kreativ-chaotische Rest hinein, den so viele bei Dani vom Dach auf meine Frage hin lieben. Also auf das Chaos und die bunte Mischung müsst ihr nicht verzichten.

Besonders habe ich mich in diesem Zusammenhang über mein neues Logo gefreut. Der kleine Ben ist natürlich auch wieder dabei. Ein neues Kunstwerk von Karpav0li, für das ich sehr dankbar bin. Ich bin nach wie vor sehr froh und dankbar sie kennengelernt zu haben. Sie streamt übrigens regelmäßig bei Twitch. Da kann man ihr dann beim Zeichnen zusehen, wirklich interessant!


Nein, er ist nicht tot!

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Einen Lacher gab es dann gestern aber doch noch. Vor meiner Fahrt nach Hause machte ich meinem Kumpel noch eine Sprachnachricht. Ich erzählte ihm mit Tränen in den Augen von dem ganzen Glas, dem Marienkäfer, der Hitze, meinen schmerzenden Beinen…und außerdem von dem armen ausgetrockneten Krebs.

Als er mir dann antwortete und das Erste, was ich hörte, Gelächter war, wusste ich nicht, was es zu lachen gab. Er erklärte mir dann, dass das nur die Haut eines Krebses wäre und er sich sicher noch bester Gesundheit erfreuen würde. Und dann musste auch ich lachen. Eigentlich weiß ich sowas, aber in dieser emotionalen Situation war einfach alles so traurig und der vermeintlich arme tote Krebs hat mir den Rest gegeben. Dass er es dann scheinbar doch nicht war, erfüllte mein Herz mit Freude.

Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Woche! Wie hat euch diese erste recht kurze Folge von RÜCKSPIEGEL gefallen? Schreibt es mir doch mal in die Kommentare!

Liebe Grüße

Dani

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2 Kommentare

  1. Tina S. sagt:

    Ich freue mich sehr auf deinen neuen Blog und finde deine Glas und Müll Sammelaktion toll ! Man geht einfach viel zu oft vorbei und macht nichts , weil es macht ja keiner was. Aber ich habe mir beim Lesen deiner Artikels fest vorgenommen in Zukunft auch immer eine Tasche für das aufsammeln von Müll dabei zu haben!

    1. sagt:

      Hallo Tina!
      Vielen lieben Dank! Mich hat es echt traurig gemacht, wie die Enten zwischen den Glasscherben schlafen müssen. Da liegt zwar noch Glas, aber ein guter Teil ist nun weg.
      Bald gehe ich wieder.
      Liebe Grüße
      Dani

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